Maßhaltige Bauteile sind eine wesentliche Voraussetzung für zuverlässige Montageprozesse und die einwandfreie Funktion von Fahrzeugkomponenten. Bereits geringe Abweichungen bei Durchmessern, Abständen, Konturen oder Spaltmaßen können die Weiterverarbeitung, Passgenauigkeit oder Funktion eines Bauteils beeinträchtigen.
OCTUM entwickelt kundenspezifische Bildverarbeitungssysteme für die automatisierte optische Vermessung in der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Systeme prüfen definierte Maße und geometrische Merkmale berührungslos in 2D oder 3D – direkt im Produktionsprozess oder an einer separaten Prüfstation.
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Bei der optischen Vermessung erfassen Kameras, Laserscanner oder 3D-Sensoren die relevanten Bereiche eines Bauteils. Die Bildverarbeitungssoftware bestimmt daraus definierte Messpunkte, Kanten, Konturen oder Höheninformationen und berechnet die erforderlichen Maße.
Die ermittelten Messwerte werden mit festgelegten Sollwerten und Toleranzen verglichen. Das System kann anschließend eine Gut-/Schlecht-Entscheidung an die Maschinensteuerung übergeben, Bauteile einer Toleranzklasse zuordnen oder Messwerte zur Dokumentation und Prozessauswertung bereitstellen.
Welche Genauigkeit erreichbar ist, hängt von der Prüfaufgabe, dem Messbereich, der Bauteilgeometrie, der Oberfläche, der Positionierung, der eingesetzten Sensorik und den Umgebungsbedingungen ab.
Durchmesser und Radien
Innen- und Außendurchmesser sowie Radien können anhand definierter Bauteilkanten oder Konturen bestimmt und mit den vorgegebenen Toleranzen verglichen werden.
Längen, Breiten und Abstände
Die Bildverarbeitung kann Längen, Breiten, Wandstärken sowie Abstände zwischen Kanten, Bohrungen, Aussparungen oder weiteren Bauteilmerkmalen messen.
Winkel und Positionen
Winkel, Ausrichtungen und die relative Position geometrischer Merkmale lassen sich automatisch erfassen. Dadurch kann beispielsweise geprüft werden, ob Bohrungen, Aussparungen oder montierte Komponenten korrekt angeordnet sind.
Spaltmaße und Bündigkeit
Bei montierten Komponenten oder Karosserieteilen können Spaltbreiten und Höhenunterschiede zwischen angrenzenden Flächen kontrolliert werden.
Konturen und Profile
Bauteilkonturen lassen sich mit einer Referenzgeometrie oder definierten Toleranzgrenzen vergleichen. Dadurch werden lokale Formabweichungen sichtbar.
Höhen, Tiefen und Volumen
Mit 3D-Verfahren können Höhenprofile, Vertiefungen, Erhebungen und Volumenmerkmale erfasst und geometrisch ausgewertet werden.
Form- und Lageabweichungen
Abhängig vom Messkonzept können Merkmale wie Rundheit, Ebenheit, Parallelität, Konzentrizität oder die relative Lage verschiedener Bauteilbereiche bewertet werden.
OCTUM entwickelt Messlösungen für unterschiedliche Fahrzeugkomponenten und Fertigungsprozesse, beispielsweise für:
Der konkrete Messumfang wird anhand der Zeichnung, der vorgegebenen Toleranzen, der zugänglichen Bauteilbereiche und der Einbausituation festgelegt.
Bei der 2D-Vermessung werden Merkmale innerhalb einer Bildebene ausgewertet. Das Verfahren eignet sich insbesondere für die Bestimmung von Längen, Breiten, Durchmessern, Abständen, Winkeln und Konturen, wenn die relevanten Geometrien eindeutig abgebildet werden können.
Eine kontrastreiche Darstellung der Messkanten ist dafür entscheidend. Je nach Bauteil kann eine Auflicht-, Durchlicht- oder speziell angepasste Beleuchtung eingesetzt werden.
3D-Verfahren erfassen neben der Position in der Bildebene auch Höheninformationen. Dadurch können beispielsweise Höhen, Tiefen, Volumen, Ebenheiten, Profile oder räumliche Formabweichungen bestimmt werden.
Mögliche Verfahren sind unter anderem Lasertriangulation, Stereo-Vision oder andere kamerabasierte 3D-Aufnahmeverfahren. Die Auswahl richtet sich nach Messbereich, Genauigkeitsanforderung, Oberfläche und Taktzeit.
Bei komplexen Anwendungen können 2D- und 3D-Daten innerhalb eines Prüfsystems kombiniert werden. So lassen sich beispielsweise Konturen und Durchmesser in 2D bestimmen und zusätzlich Höhen oder räumliche Abweichungen in 3D erfassen.
Das Bauteil wird in einer definierten Position oder während seiner Bewegung aufgenommen. Lageabweichungen können innerhalb festgelegter Grenzen durch die Bildverarbeitung erkannt und bei der Messung berücksichtigt werden.
Bei rotationssymmetrischen oder rundum zu prüfenden Bauteilen können Taumeleinheiten, Drehvorrichtungen oder mehrere Kameraperspektiven eingesetzt werden.
Beleuchtung, Optik und Sensorik werden auf Material, Oberfläche und Geometrie abgestimmt. Ziel ist es, die relevanten Kanten, Konturen oder Höheninformationen stabil und reproduzierbar zu erfassen.
Die Bildverarbeitungssoftware lokalisiert die festgelegten Messpunkte und berechnet daraus Maße, Abstände, Winkel, Konturen oder 3D-Merkmale. Gegebenenfalls werden mehrere Einzelmessungen miteinander verknüpft.
Die Messwerte werden mit den hinterlegten Sollwerten und Toleranzgrenzen verglichen. Das Ergebnis kann als Gut-/Schlecht-Entscheidung oder als differenzierter Messdatensatz an die Maschinensteuerung oder ein übergeordnetes Produktionssystem übermittelt werden.
Abhängig vom Anlagenkonzept können Messwerte, Bilder und Prüfergebnisse zusätzlich dokumentiert und statistisch ausgewertet werden.
OCTUM realisiert unter anderem Lösungen für folgende Messaufgaben:
Ob ein Merkmal unter den vorgesehenen Produktionsbedingungen optisch vermessen werden kann, sollte anhand von Originalteilen, Zeichnungen und den geforderten Toleranzen geprüft werden.
Bei Stützringen können Innen- und Außendurchmesser berührungslos erfasst und mit den vorgegebenen Toleranzgrenzen verglichen werden. Die automatisierte Maßprüfung ermöglicht es, Abweichungen frühzeitig im Produktionsprozess zu erkennen.
Die Bildverarbeitung erfasst definierte Konturen, Abmessungen und geometrische Merkmale von Wendeschneidplatten. Abweichungen von der vorgegebenen Geometrie können automatisch erkannt und bewertet werden.
Das Stoßspiel von Kolbenringen kann optisch und berührungslos bestimmt werden. Der gemessene Abstand zwischen den Ringenden wird mit den festgelegten Sollwerten und Toleranzen verglichen.
Die erreichbare Messgenauigkeit lässt sich nicht allein aus der Auflösung einer Kamera oder eines Sensors ableiten. Entscheidend ist das Zusammenspiel des gesamten Messsystems.
Zu den wesentlichen Einflussfaktoren gehören:
Deshalb wird jedes Messkonzept auf die konkrete Prüfaufgabe und die Bedingungen in der Produktion abgestimmt.
Bei der optischen Vermessung werden definierte geometrische Größen wie Durchmesser, Abstände, Winkel, Konturen oder Höhen bestimmt und mit Toleranzen verglichen.
Die Oberflächenprüfung sucht dagegen nach lokalen Fehlern oder Abweichungen wie Kratzern, Poren, Lunkern, Beschichtungsfehlern oder Verunreinigungen.
Beide Prüfaufgaben können innerhalb eines gemeinsamen Bildverarbeitungssystems kombiniert werden, wenn sowohl Maßhaltigkeit als auch Oberflächenqualität kontrolliert werden sollen.
Werden Maßabweichungen erst bei der Endkontrolle oder während der Montage erkannt, sind häufig bereits weitere Bearbeitungsschritte und damit zusätzliche Kosten entstanden.
Eine Inline-Vermessung ermöglicht es, definierte Maße unmittelbar nach einem relevanten Fertigungsschritt zu kontrollieren. Abweichende Bauteile können gezielt ausgeschleust, klassifiziert oder zur Nacharbeit weitergeleitet werden.
Die automatisierte optische Vermessung unterstützt:
OCTUM stimmt das Messsystem auf die jeweilige Produktionsumgebung ab. Berücksichtigt werden unter anderem Taktzeit, Bauraum, Teilehandling, Messbereich, geforderte Toleranzen und vorhandene Schnittstellen.
Je nach Anwendung sind unterschiedliche Systemkonzepte möglich:
Die Entwicklung einer optischen Messlösung beginnt mit der Definition der relevanten Messmerkmale, Sollwerte und Toleranzen. Dafür werden idealerweise Bauteilzeichnungen, Originalteile und Informationen zu den vorgesehenen Produktionsbedingungen bereitgestellt.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie kann OCTUM untersuchen, mit welchem optischen Verfahren die Merkmale reproduzierbar erfasst werden können. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Auswahl von Kameras, Sensoren, Optiken, Beleuchtung, mechanischem Aufbau und Auswertesoftware.
OCTUM begleitet das Projekt von der Konzeption und Umsetzung über die Integration und Inbetriebnahme bis zum Support während des laufenden Betriebs.
Je nach Anwendung können unter anderem Längen, Breiten, Durchmesser, Radien, Abstände, Winkel, Konturen, Spaltmaße, Höhen, Tiefen und Volumenmerkmale bestimmt werden. Welche Messgrößen erfasst werden können, hängt von der Bauteilgeometrie und der optischen Zugänglichkeit ab.
Eine 2D-Vermessung bestimmt Merkmale innerhalb einer Bildebene, beispielsweise Längen, Durchmesser, Abstände oder Winkel. Eine 3D-Vermessung erfasst zusätzlich Höheninformationen und eignet sich unter anderem für Profile, Vertiefungen, Ebenheiten und räumliche Formabweichungen.
Die erreichbare Genauigkeit hängt unter anderem vom Messbereich, der erforderlichen Toleranz, der Sensorauflösung, der Optik, der Beleuchtung, der Bauteilpositionierung und den Umgebungsbedingungen ab. Sie muss deshalb für jede Messaufgabe individuell bestimmt und nachgewiesen werden.
Eine Vermessung bewegter Bauteile ist grundsätzlich möglich. Ob sie sich für eine konkrete Anwendung eignet, hängt unter anderem von der Bewegungsgeschwindigkeit, der Belichtungszeit, der erforderlichen Auflösung und der verfügbaren Aufnahmegeometrie ab.
Ja. Innerhalb einer Aufnahme oder Prüfstation können mehrere Maße und geometrische Merkmale bestimmt werden, sofern sie optisch zugänglich sind und mit dem gewählten Messaufbau ausreichend genau erfasst werden können.
Alle Bauteile, die eine entsprechend ausgelegte Messstation durchlaufen, können automatisiert geprüft werden. Welche Merkmale dabei vollständig erfasst werden, hängt von ihrer Zugänglichkeit, den festgelegten Toleranzen und dem Anlagenkonzept ab.
Eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich. Dafür müssen unter anderem der verfügbare Bauraum, das Teilehandling, die Taktzeit, die geforderte Messgenauigkeit und die vorhandenen Maschinenschnittstellen geprüft werden.
Die optische Vermessung bestimmt definierte Maße und geometrische Eigenschaften eines Bauteils. Die Oberflächenprüfung erkennt lokale Fehler oder Abweichungen auf der Oberfläche. Beide Prüfaufgaben können in einem gemeinsamen Prüfsystem kombiniert werden.
Bauteile, Toleranzen und Produktionsbedingungen unterscheiden sich von Anwendung zu Anwendung. Gemeinsam mit Ihnen bewerten wir, wie sich die relevanten Maße und Geometrien optisch erfassen und in Ihren Produktionsprozess integrieren lassen.
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